17.11.2017 - University of New South Wales

Eisen durch Recyling von Druckertoner zurück gewinnen

Irgendwann könnte Resttoner in entsorgten Druckerpatronen ein zweites Leben als Brücke oder Bauelement führen, statt auf Deponien entsorgt zu werden und die Umwelt zu schädigen. Eine Arbeitsgruppe berichtet, dass sie eine Methode entwickelt hat, um das Restpulver in "leeren" Patronen bei Temperaturen, die mit bestehenden industriellen Prozessen kompatibel sind, in Eisen umzuwandeln.

Elektronikschrott ist eine umfangreiche Kategorie, die von Computern und Fernsehgeräten bis hin zu Tintenpatronen und Kühlschränken reicht. Nach Angaben der European Toner and Inkjet Remanufacturers Association landen 500 Millionen Patronen von den geschätzten 1,1 Milliarden verkauften Patronen pro Jahr weltweit auf Deponien. Diese "leeren" Kartuschen können bis zu 8 Gewichtsprozent unbenutztes Restpulver enthalten, dieses könnte in den Boden und das Grundwasser eindringen. Um diesen Elektronikschrott wiederzuverwerten, haben die Forscher diesen Stoff in Öle, Gase und sogar in Asphalt verwandelt. Nun wollten Vaibhav Gaikwad und Kollegen eine neue Art der Wiederverwendung von Resttoner entwickeln.

Tonerpulver wird in einem Ofen auf 1.550 °C erhitzt. Bei diesem Verfahren wurde das inhärente Eisenoxid zu einem Produkt aus 98 Prozent reinem Eisen umgewandelt, wobei die Polymerharze im Tonerpulver als Kohlenstoffquelle verwendet wurden. Die Forscher sagen, dass diese Methode für industrielle Anwendungen ideal wäre, da Eisen und Stahl typischerweise bei dieser Temperatur hergestellt werden. Darüber hinaus verhindert das Erwärmen des Pulvers bei solch einer hohen Temperatur die Bildung giftiger Nebenprodukte und stellt eine umweltfreundliche Möglichkeit zur Wiederverwertung von Tonerresten dar.

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