03.08.2022 - National University of Singapore

Langfristiger Verlust von Geruch und Geschmack bei 27 Millionen Covid-Patienten weltweit

Bei Frauen war die Wahrscheinlichkeit geringer, dass sie ihren Geruchs- und Geschmackssinn wiedererlangten

In einer im BMJ (British Medical Journal) veröffentlichten Studie fand ein Team aus Singapur und internationalen Forschern aus dem Vereinigten Königreich und den Vereinigten Staaten von Amerika heraus, dass etwa 5 % der Weltbevölkerung nach einer Erkrankung an COVID-19 langfristige Probleme mit ihrem Geruchs- oder Geschmackssinn entwickeln können.

Der Verlust von Geschmacks- und Geruchssinn ist ein häufiges Symptom bei COVID-19-Patienten, das weltweit bei bis zu 50 % der Patienten auftritt, aber es ist wenig über den klinischen Verlauf oder darüber bekannt, wie viele Patienten anhaltende Funktionsstörungen entwickeln.

Bis heute gibt es mehr als 550 Millionen bestätigte COVID-19-Fälle (Stand: Juli 2022). Davon können der Studie zufolge etwa 15 Millionen bzw. 12 Millionen Patienten eine langfristige Geruchs- und Geschmacksstörung entwickeln.

Der Verlust von Geruch und Geschmack kann sich auf die Lebensqualität und den allgemeinen Gesundheitszustand auswirken und könnte zur steigenden Belastung durch COVID beitragen, einer langfristigen Nebenwirkung der Infektion.

Auf der Grundlage von 18 Beobachtungsstudien, an denen 3.699 Patienten aus 12 Ländern teilnahmen, setzte das Forschungsteam eine mathematische Methode, das sogenannte „cure modelling“ ein, um den von den Patienten selbst angegebenen Verlauf der Wiedererlangung von Geruch und Geschmack abzuschätzen und Schlüsselfaktoren zu ermitteln, die mit der Dauer und der Wahrscheinlichkeit der Genesung in Verbindung stehen. Sie fanden heraus, dass 5,6 % bzw. 4,4 % der Patienten nach Covid-19 nach eigenen Angaben eine lang anhaltende Geruchs- und Geschmacksstörung entwickeln könnten – etwa 15 Millionen bzw. 12 Millionen Patienten weltweit (Stand Juli 2022). 30 Tage nach der Erstinfektion war der Geruchs- bzw. Geschmackssinn bei nur 74 % bzw. 79 % der Patienten wiederhergestellt.

Bei Frauen war die Wahrscheinlichkeit geringer, dass sie ihren Geruchs- und Geschmackssinn wiedererlangten, und bei Patienten mit einem höheren anfänglichen Schweregrad der Funktionsstörung und bei Patienten mit verstopfter Nase war die Wahrscheinlichkeit geringer, dass sie ihren Geruchssinn wiedererlangten.

Während die meisten Patienten ihren Geruchs- oder Geschmackssinn innerhalb der ersten drei Monate wiedererlangen dürften, könnte eine Gruppe von Patienten eine lang anhaltende Funktionsstörung entwickeln, die eine rechtzeitige Identifizierung, individuelle Behandlung und langfristige Nachsorge erfordert.

Diese Ergebnisse dürften für Allgemeinmediziner und HNO-Ärzte bei der Beratung von Patienten mit Geruchs- und Geschmacksstörungen nach COVID-19 von erheblicher Bedeutung sein, so das Team abschließend.

„Wir hoffen, dass die Ergebnisse dieser Studie die Aufmerksamkeit der Ärzteschaft weltweit auf die langfristigen Probleme im Zusammenhang mit Geschmacks- und Geruchsverlust lenken werden. Es gibt Studien, die schon vor dieser Pandemie auf eine schlechtere Lebensqualität, Depressionen und eine höhere Sterblichkeitsrate bei Patienten mit schlechteren Geruchsfunktionen hinweisen. Gesundheitsdienstleister auf der ganzen Welt sollten sich dessen bewusst sein, da eine große Zahl von Betroffenen Unterstützung und Hilfe benötigt“, sagte Associate Professor Toh Song Tar, Leiter der Abteilung für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Halschirurgie am Singapore General Hospital (SGH).

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