q&more
Meine Merkliste
my.chemie.de  
Login  

News

Ein fehlerhaftes Bearbeitungsenzym fördert Verlust von Tumorsuppressor

Leukämie kann sich ausbreiten

NIH

Dies ist eine dreidimensionale Kultur von menschlichen Brustkrebszellen, mit blau gefärbter DNA und einem Protein in der grün gefärbten Zelloberflächenmembran

08.01.2019: Forscher der University of California San Diego School of Medicine berichten, dass der Nachweis von "Copy Editing" durch ein Stammzellenenzym namens ADAR1, das in mehr als 20 Tumorarten aktiv ist, eine Art molekulares Radar zur Früherkennung von Malignomen bereitstellen kann und ein neues therapeutisches Ziel zur Verhinderung der Resistenz von Krebszellen gegen Chemotherapie und Strahlung darstellt.

Adenosin-Deaminasen sind eine Familie von drei Enzymen, die von den ADAR-Genen kodiert werden, die für Adenosin-Deaminase stehen, die auf RNA wirkt. Sie regulieren die Genexpression durch Modifikation von Nukleotiden in doppelsträngigen RNA-Molekülen und dienen als grundlegende Editoren bei der Entwicklung neuer Stammzellen.

Das Enzym wird aber auch bei so unterschiedlichen Krebsarten wie Leber, Brust und Leukämie aktiviert. Ein Forschungsteam unter der Leitung der Senior-Autorin Catriona Jamieson, MD, PhD, stellvertretende Direktorin des Sanford Stem Cell Clinical Center und stellvertretende Direktorin des UC San Diego Moores Cancer Center, stellte fest, dass die normalen Funktionen des ADAR1-Enzyms von prämalignen Zellen übernommen werden, was zu einer Kaskade von molekularen Folgen führt, die die bösartige Transformation, die Bildung ruhender Krebsstammzellen und die Resistenz gegen Behandlung fördern.

"Wir konnten die Fähigkeiten von ADAR1, Tumorsuppressor-RNAs bei Leukämie zu hyper-mutatisieren", beleuchten und gleichzeitig die microRNA bearbeiten, die auf die Tumorsuppressor-RNA abzielt. Dieses Enzym aktiviert die Krebsresistenz über einen Dominoeffekt auf RNA anstelle von DNA", sagte Erstautorin Qingfei Jiang, PhD, stellvertretende Projektwissenschaftlerin in Jamiesons Labor.

Jamieson charakterisierte die RNA-Editierung als das Optimieren grundlegender genetischer Blaupausen, nicht als grundlegendes Umschreiben. Dennoch können die Ergebnisse dramatisch sein. "Ein Ergebnis der Entdeckung der bösartigen RNA-Bearbeitung könnte die Aufdeckung ruhender Krebsstammzellen sein, die oft Therapien entkommen, die auf teilende Zellen abzielen, was zu therapeutischer Resistenz und Krankheitsrückfall führt, und ADAR als potenziell nachvollziehbares Ziel für die Beseitigung von Krebsstammzellen hervorheben", sagte Jamieson.

Originalveröffentlichung:
Qingfei Jiang, Jane Isquith, Maria Anna Zipeto, Raymond H. Diep, Jessica Pham, Nathan Delos Santos, Eduardo Reynoso, Julisia Chau, Heather Leu, Elisa Lazzari, Etienne Melese, Wenxue Ma, Rongxin Fang, Mark Minden, Sheldon Morris, Bing Ren, Gabriel Pineda, Frida Holm, Catriona Jamieson; "Hyper-Editing of Cell-Cycle Regulatory and Tumor Suppressor RNA Promotes Malignant Progenitor Propagation"; Cancer Cell; 2019

Fakten, Hintergründe, Dossiers

  • RNA
  • Krebs
  • Leukämien
  • Adenosin
  • UC San Diego
  • Stammzellen
  • Nukleotide
  • Gene
  • Genexpression
  • Enzyme
  • Chemotherapie
  • Krebsstammzellen
  • Adenosindeaminasen
  • Deaminasen

Mehr über UCSD

  • News

    Den (lebensbedrohlichen) Müll entsorgen

    Wissenschaftler wissen seit Jahrzehnten, dass bestimmte Bakterien kleine kugelförmige Versionen von sich selbst produzieren. Obwohl es ihnen an Basismaterialien fehlt, um sich zu vermehren oder wie normale Zellen zu funktionieren, ist das Interesse an solchen "Minizellen" in jüngster Zeit g ... mehr

    SMART: Gesichtserkennung für molekulare Strukturen

    Ein interdisziplinäres Forscherteam der University of California San Diego hat eine Methode entwickelt, mit der sich die molekularen Strukturen von Naturprodukten schneller und genauer als mit bisherigen Methoden identifizieren lassen. Die Methode funktioniert wie eine Gesichtserkennung für ... mehr

    Mikro-U-Boote für den Magen

    Winzige „U-Boote“, die eigenständig durch den Magen sausen, Magensäure als Treibstoff verwenden, diese dabei rasch neutralisieren, um dann ihre Fracht passgenau beim gewünschten pH-Wert freizusetzen: Was nach Science Fiction klingt, ist ein neuer Ansatz zur Behandlung von Magenerkrankungen ... mehr

q&more – die Networking-Plattform für exzellente Qualität in Labor und Prozess

q&more verfolgt den Anspruch, aktuelle Forschung und innovative Lösungen sichtbar zu machen und den Wissensaustausch zu unterstützen. Im Fokus des breiten Themenspektrums stehen höchste Qualitätsansprüche in einem hochinnovativen Branchenumfeld. Als moderne Wissensplattform bietet q&more den Akteuren im Markt einzigartige Networking-Möglichkeiten. International renommierte Autoren repräsentieren den aktuellen Wissenstand. Die Originalbeiträge werden attraktiv in einem anspruchsvollen Umfeld präsentiert und deutsch und englisch publiziert. Die Inhalte zeigen neue Konzepte und unkonventionelle Lösungsansätze auf.

> mehr zu q&more

q&more wird unterstützt von:



Ihr Bowser ist nicht aktuell. Microsoft Internet Explorer 6.0 unterstützt einige Funktionen auf Chemie.DE nicht.