q&more
Meine Merkliste
my.chemie.de  
Login  

News

Schnelle spektroskopische Prozessanalytik

Ermöglicht Entwicklung und Steuerung flexibler Produktionsprozesse

Fraunhofer ICT

Räumlich und zeitlich hochauflösende Prozessanalytik in einem Konti-Reaktor mittels Pushbroom-Imaging.

12.06.2018: Im globalen Wettbewerb der chemischen Industrie fordern zunehmend dynamische Märkte und Produktzyklen immer kürzere Prozessentwicklungszeiten so-wie flexible und gleichermaßen effiziente Produktionsprozesse.

Mit dem kombinierten Einsatz von Mikroverfahrenstechnik und spektroskopischer Prozessanalytik in verschiedensten Spektralbereichen gelingt die Verkürzung des ‘time-to-market‘ bei der Prozessentwicklung. Ein extrem schnelles und systematisches Screening unterschiedlicher Prozessbedingungen ist auf diese Weise möglich. Aufgrund ihrer kompakten Baugröße können die Prozesse mit hoher zeitlicher und räumlicher Auflösung spektroskopisch verfolgt werden. Unter Einsatz statistischer Versuchsplanung und chemometrischer Auswerteverfahren, die quantitative Informationen zur Produktzusammensetzung liefern, können sowohl sichere Prozessbedingungen als auch ökonomische Prozessoptima schnell und zuverlässig identifiziert werden.

Datenbasierte Steuerung chemischer Prozesse

Bei Produktionsprozessen ist im Hinblick auf die zunehmend geforderte Flexibilität neben der Realisierung konfigurierbarer, modularer Anlagentechnik auch ein Umdenken bei der Steuerungs- und Automatisierungstechnik notwendig. Wechselnde Produktionskampagnen erfordern anstatt fester Modelle und starrer Regelabläufe zukünftig eine streng wissens- bzw. datenbasierte Prozessregelung - idealerweise in Echtzeit. Singulär in die Prozesskette integrierte Sensoren liefern hierzu keine ausreichenden Informationen. Stattdessen sind innovative inline- oder online-analytische, insbesondere schnelle spektroskopische Messmethoden notwendig, die einzeln oder in Kombination Informationen zur Produktzusammensetzung liefern und aktiv in die Steuerung und Kontrolle von Prozessen eingebunden sind. Dies dient auch der Prozesssicherheit, da kritische Prozesszustände frühzeitig erkannt und behoben werden können.

Am Fraunhofer-Institut für Chemische Technologie ICT werden prozessanalytische Messsysteme auf Basis spektroskopischer Analysetechniken entwickelt und an chemische Prozesse adaptiert. Sie liefern die notwendigen Informationen zur Diagnose, Optimierung, Überwachung und aktiven Steuerung der Prozesse. Dies geschieht unter Einsatz von schwingungsspektroskopischen (Raman-, Mittel- und Nahinfrarotspektroskopie) und absorptionsspektroskopischen (UV/Vis) Methoden.

Auf der Internationalen Leitmesse der Prozessindustrie ACHEMA 2018 präsentiert das Fraunhofer ICT am Gemeinschaftsstand der Fraunhofer-Gesellschaft eine Auswahl seiner prozessspektroskopischen Entwicklungen. Dazu zählen moderne Imaging Verfahren, die spektrale Informationen (UV/Vis) in einem Objektfeld erfassen, neuartige Quantenkaskadenlaser, die Messungen mit bislang unerreichter Empfindlichkeit im MIR-Bereich erzielen, und MIR-Prozessspektrometer, die durch Verwendung von Lichtleitern die Multiplex-Spektroskopie an mehreren Prozessmessstellen erlauben.

Fakten, Hintergründe, Dossiers

  • Prozessentwicklung
  • Quantenkaskadenlaser
  • UV/VIS-Spektometer

Mehr über Fraunhofer-Institut ICT

  • News

    Kraftstoff und Chemikalien aus Stahlwerksabgasen

    Kohlenmonoxidreiche Abgase aus Stahlwerken werden nur zu einem kleinen Teil als Strom oder Wärme zurückgewonnen. Fraunhofer-Forscher haben einen neuen Verwertungsweg für diese stofflich ungenutzte Kohlenstoffquelle aufgetan: Sie konnten im Labormaßstab aus den Abgasen Kraftstoffe und Spezia ... mehr

    Prozessanalysen in Echtzeit

    Mit einem von Fraunhofer-Wissenschaftlern entwickelten Echtzeit-Massenspektrometer ist es erstmals möglich, bis zu 30 Bestandteile gleichzeitig aus der Gasphase und einer Flüssigkeit zu analysieren – auch in situ. Das empfindliche Messsystem eignet sich damit auch für die automatisierte Übe ... mehr

    Schutzschicht gegen Hitze und Oxidation

    Forscher entwickelten ein Beschichtungsverfahren, mit dem sie Bauteile in Turbinen, Triebwerken und Müllverbrennungsanlagen vor Oxidation und Hitze schützen wollen. Winzige Aluminiumoxidkugeln übernehmen dabei die Wärmedämmung. Im Labor funktioniert ihre Technologie bereits wirtschaftlicher ... mehr

Mehr über Fraunhofer-Gesellschaft

  • News

    Oberflächen mit Highspeed veredeln

    Präzise und gut, aber zu langsam – so lassen sich die meisten Laserverfahren für die Oberflächenbearbeitung beschreiben. Im EU-Forschungsprojekt ultraSURFACE entwickelt das Fraunhofer-Institut für Lasertechnik ILT aus Aachen zusammen mit neun internationalen Partnern bis zum Ende des Jahres ... mehr

    Sauber durch Sonnenkraft

    In Verbindung mit den richtigen Materialien können Sonnenstrahlen Wunder wirken: Sie reinigen Gebäudefassaden, zersetzen Schadstoffe aus der Luft oder im Wasser. Photokatalyse heißt das Zauberwort. Doch die Wirksamkeit dieses »Wundermittels« in der Praxis schwankt stark, je nach eingesetzte ... mehr

    Brustimplantate mit Tomaten-DNA fälschungssicher kennzeichnen

    Jahrelang hat ein französisches Unternehmen Brustimplantate aus billigem Industrie-Silikon verkauft. Der Skandal, der 2010 erstmals für Schlagzeilen sorgte, beschäftigt bis heute die Gerichte. Ein Forscherteam des Fraunhofer-Instituts für Angewandte Polymerforschung IAP hat jetzt ein Verfah ... mehr

q&more – die Networking-Plattform für exzellente Qualität in Labor und Prozess

q&more verfolgt den Anspruch, aktuelle Forschung und innovative Lösungen sichtbar zu machen und den Wissensaustausch zu unterstützen. Im Fokus des breiten Themenspektrums stehen höchste Qualitätsansprüche in einem hochinnovativen Branchenumfeld. Als moderne Wissensplattform bietet q&more den Akteuren im Markt einzigartige Networking-Möglichkeiten. International renommierte Autoren repräsentieren den aktuellen Wissenstand. Die Originalbeiträge werden attraktiv in einem anspruchsvollen Umfeld präsentiert und deutsch und englisch publiziert. Die Inhalte zeigen neue Konzepte und unkonventionelle Lösungsansätze auf.

> mehr zu q&more

q&more wird unterstützt von:



Ihr Bowser ist nicht aktuell. Microsoft Internet Explorer 6.0 unterstützt einige Funktionen auf Chemie.DE nicht.