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Prof. Dr. Jörg Soppa

Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt (Main), Institut für Molekulare Biowissenschaften

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Prof. Dr. Jörg Soppa

Jörg Soppa, Jahrgang 1958, studierte Biochemie in Tübingen und promovierte anschließend am Max-Planck-Institut für Biochemie in Martinsried. Dort baute er ab 1990 eine eigene Forschungsgruppe auf und hielt Lehrveranstaltungen am Institut für Genetik und Mikrobiologie der Universität München. 1994 wurde er dort habilitiert. 1995 war er als Gastwissenschaftler an der University of British Columbia in Vancouver, Kanada, tätig. Soppa ist seit 1996 an der Goethe-Universität tätig, zunächst als Heisenbergstipendiat, seit 2001 als Professor für Mikrobengenetik. Seine Arbeitsgruppe untersucht unterschiedliche biologische Prozesse in Archaea und Bakterien.

Aktivitäten

Sieben Jahre lang koordinierte Soppa das DFG-Schwerpunktprogramm „Genomfunktion und Genregulation in Archaea“. Darüber hinaus übernahm er viele Funktionen am Fachbereich. Insgesamt sechs Jahre lang war er Studiendekan.  Er war und ist Mitglied vieler universitärer Kommissionen und ist seit 2013 Vorsitzender der universitätsinternen Akkreditierungskommission von Studiengängen.

Auszeichnungen

Jörg Soppa erhielt 1995 ein Heisenbergstipendium der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG). 2010 wurde er von den Studierenden der Goethe-Universität zum besten Lehrenden der Biologie gewählt.

Schwerpunkte

Die Arbeitsgruppe von Jörg Soppa arbeitet in der Grundlagenforschung und konzentriert sich vor allem auf halophile Archaea, die in Hochsalzbiotopen in der ganzen Welt vorkommen. Mit molekulargenetischen, mikrobiologischen und biochemischen Methoden werden z.B. Regulationsprozesse untersucht, die zur Anpassung an unterschiedliche Bedingungen führen. Weitere Themengebiete sind kleine, nicht-kodierende RNAs, sehr kleine Proteine (µ-Proteine), und die Translationsinitiation. Mit der Entdeckung, dass die meisten prokaryotischen Arten mehrere bis viele Genomkopien haben (oligoploid oder polyploid sind), hat die Arbeitsgruppe neue Maßstäbe gesetzt.

Methoden

  • Einsatz sämtlicher gängiger molekulargenetischer, mikrobiologischer und biochemischer Methoden
  • Ein Fokus liegt auf der Untersuchung von RNAs (qRT-PCR, Northern, RACE, in vitro Transkription), einschließlich von Transkriptomuntersuchungen (DNA-Microarrays, RNA-Seq)

Fakten, Hintergründe, Dossiers

  • Mikrobengenetik
  • Bakterien
  • Archaeen
  • Transkription
  • Mikrobiologie

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